Geschichte

6000 Jahre Faszination für Aloe vera

begleitet die Menschen seit Urzeiten. Sie ist keine Erfindung der heutigen Zeit oder der boomenden Industrie rund um Nahrungsergänzung. Und auch keine geniale Marketing-Idee der Firma FOREVER.
Aloe vera ist das vielleicht gesündeste Gemüse der Welt und sicher die am besten dokumentierteste Pflanze im Gesundheitsbereich.
Es ist unglaublich faszinierend, ihrem Weg zu folgen!
5000 Jahre Erfahrung quer durch alle Kontinente und in allen Medizinsystemen dieser Erde sprechen für sich. Viele Jahrhunderte „Test am lebenden Menschen“ schenken Vertrauen, das keine weiteren Beweise braucht.

Nur einige Beispiele ihres Siegeszuges um die Welt:

Aloe Geschichte: Nippur

Erstes Schriftliches … Mesopotamien

Auf den Tontafeln aus Nippur (2200 v.Chr.) findet die Aloe bereits schriftliche Erwähnung.
Man kannte ihre Wirkung zur Reinigung des Darmes. Im damaligen Verständnis waren Krankheiten immer Zeichen für in den Körper eingedrungene Dämonen. Nur eine göttliche Pflanze konnte diese vertreiben und somit durch gründliches Reinigen wieder einen gesunden Zustand herstellen.
Die ALOE war so eine göttliche Pflanze.

Balsam für die Schönheit … Ägypten

Die ersten Aufzeichnungen zum nährenden Saft der Aloe Vera Pflanze wurden vor etwa 6.000 Jahren in Ägypten gemacht. Sie galt als Pflanze, deren „Blut“ Schönheit, Gesundheit und Unvergänglichkeit verleiht. Cleopatra und Nofretete schätzten den wohltuenden Saft und verwendeten ihn zur täglichen Haut- und Schönheitspflege. Der Gebrauch von Aloe Vera galt als Streben nach körperlicher Schönheit. Tote wurden einbalsamiert mit Aloe vera – hier schätzte man die bakterizide und fungizide Wirkung! Durch die Aufhebung der Zersetzung sollte das ewige Leben erreicht werden – körperlich wie spirituell-geistig. Die Aloe galt als „Pflanze der Unsterblichkeit“. Dem „Papyrus Eber“ (1550 v.Chr.) ist ihre entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung zu entnehmen.

Immer mit auf Kreuzfahrt … Alexander der Große

In den asiatischen Ländern war die Aloe Vera zu dieser Zeit bereits ein fester Bestandteil der medizinischen Behandlungen. Alexander der Große (356 – 323 v.Chr.) ließ die Verletzungen seiner Krieger mit dem Saft der Aloe Vera auskurieren. Er ließ sie in Wagen pflanzen, damit er immer frische Vorräte auf seinen Feldzügen hatte. Es heißt, Aristoteles habe Alexander den Großen dazu überredet, die Insel Sokotra zu erobern, um in den Besitz der Aloe Haine zu kommen – damit standen ausreichend Heilmittel zur Verfügung, um die verletzten Krieger versorgen zu können.

Im Alten Rom … Dioskurides

Auch die Römer nutzten die Erfahrungen der Ägypter und Griechen mit der wohltuenden Wirkung der Aloe-Vera-Pflanze. Während der Herrschaft von Kaiser Nero, um 50 n. Chr., lebte der im ganzen Orient herumreisende Arzt und Naturforscher Dioskurides. Er stellte in mehreren Büchern eine Arzneimittellehre mit vielen Rezepten zur Behandlung von einigen hundert Krankheitsbildern. In seinen umfangreichen Kapiteln über die positive Wirkung von Pflanzen beschreibt er die Aloe als eine seiner bevorzugten Heilpflanzen.
Er empfahl die Anwendung des Aloe-Saftes bei zahlreichen Beschwerden zur Wundbehandlung, bei Magen- und Darmbeschwerden, Zahnfleischentzündung, Gelenkschmerzen, Juckreiz, Sonnenbrand, Akne, Haarausfall, usw.

Aloe Geschichte: Kolumbus

Schatz aus der Neuen Welt … Kolumbus

Mit der Aloe Vera wurden Neue Welten entdeckt: Christoph Kolumbus führte Blumentöpfe mit Aloe Vera auf seinen Schiffen mit, um mit dem Aloe Vera Saft die Wunden seiner Söldner behandeln zu können. lm 16.Jahrhundert sammelten spanische Jesuitenmönche – noch heute bekannt, als bestausgebildetste Pflanzenkunder und Heiler – die wilde Aloe Vera und verbreiteten sie auch an Orten, an denen sie bis dahin nicht heimisch war. Die Maya-Indianer gaben dem hoch wirksamen Saft dieser Wüstenpflanze den Namen „Quelle der Jugend“.

Im Reich der Mitte … Chinesische Medizin

In der chinesischen Kultur war die Aloe schon zu Zeiten von Marco Polos Forschungsreisen fester Bestandteil medizinischer Behandlungen.

Das Heilbuch des -Shen bezeichnet sie als „Mittel der Harmonie“ – im Reich der Mitte ein zentraler Lebenswert. Eine ähnliche Wertschätzung erfuhr die Aloe in Japan: Dort wurde sie als „königliche Pflanze“ verzehrt, als Saft getrunken und von Samurai für Einreibungen verwendet.

Aloe Geschichte: India

Ayurvedische Medizin … Sanskrit

Im Sanskrit trägt die Aloe den Namen Ghrita-Kumari. Kumari bedeutet im Sanskrit auch Mädchen. Man glaubte, dass diese Pflanze den Frauen die Energie der Jugend verleiht und von regenerierender Wirkung für die weibliche Natur ist. Alles, was mit dem Weiblichen, dem Wässrigen, dem Mütterlichen und Gebenden zu tun hat, unterliegt ihrem Einfluss.
In der indischen Ayurveda-Medizin findet die Aloe vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, z.B. als Verjüngungsmittel, bei klimakterischen Problemen und Menstruationsbeschwerden sowie zur Kreislaufstabilisation.
Sie gilt im Ayurveda als Pflanze des Ausgleichs zwischen Pitta, Kapha und Vata – als eine von ganz wenigen Pflanzen kann jeder Mensch von ihr Nutzen ziehen!
Es gibt keinerlei Unverträglichkeiten oder Allergien.
Bis heute ist dieses Wissen sehr wertvoll: Aloe vera ist des Menschen wichtigste Regulationspflanze.

Mittelalter im Kloster … Hildegard von Bingen

Um 1100, also im frühen Mittelalter, beschreibt die Benediktiner-Nonne Hildegard von Bingen Aloe als Heilmittel bei Gelbsucht, Magenerkrankungen und Migräne, gegen Zahnfäule und bei eitrigen Geschwüren.

Der stille Heiler … Indianer-Medizin

Während des 16. Jahrhunderts wurden auch die Indianerstämme mit der Aloe-Heilpflanze vertraut. Bei ihnen gehörte die Aloe zu den 16 heiligen Pflanzen, die wie Götter verehrt wurden. Mit verdünntem Aloe-Vera-Saft rieben sie sich den ganzen Körper ein, um bei ihren beschwerlichen Wanderungen in den Sumpfgebieten vor Insekten geschützt zu sein.
Diese insektenabweisende Eigenschaft der Aloe wurde später von den Indianern auch dazu genutzt, Materialien, die insektenanfällig waren, z.B. Holz, mit dem Aloe-Vera-Saft einzureiben. Dadurch blieben sie viele Jahre unbeschädigt.

Anfänge der modernen Naturheilkunde … Pfarrer Kneipp

Pfarrer Kneipp war ein großer Bewunderer und Verordner der Aloe vera – als Pflanze und als Pulver.
Insbesondere ihre entschlackende und entgiftende Wirkung auf den Verdauungsbereich wußte er sehr zu schätzen – gerade in Verbindung mit den Kneipp-Kuren spielten Darm und darmassozieertes Immunsystem eine große Rolle.
Sehr gute Erfahrungen machte er außerdem mit der Verordnung der Aloe bei Augenproblemen aller Art – sei es entzündlicher oder degenerativer Art – oft wurde von ihm erfolgreich hier die Aloe eingesetzt.

Pflanze des Ätherischen … Anthroposophische Medizin

Laut Rudolf Steiner kämpft bei der Aloe (Pflanze des Wässrigen) der Mond mit der Sonne – tragendes Merkmal ist die Spannung zwischen dem Ätherischen und dem Astralen.
Das Besondere an der Signatur der Aloe ist ihre Fähigkeit, das Wasser zu organisieren, das Lebendige zu bewahren und zu vermehren (zahlreiche Ableger!) – und zwar trotz widriger äußerer Umstände: Hitze, Wind, Trockenheit. Durch ihre feste äußere Hülle und ihr verzweigtes inneres Adersystem gelingt es der Aloe meisterhaft, das Wässrige in sich vor der Verdunstung zu schützen und damit lebendig zu bleiben – auch an Orten und zu Zeiten, die eher lebensfeindlich sind!
Hieraus ergibt sich ihre stärkende Wirkung auf den Menschen – seelisch, geistig wie körperlich.